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Auf den Spuren der Illuminati oder einmal wie Tom Hanks die Welt retten

Meine Fortbildungswoche am Cern in Genf

Teilchenphysik hört sich für die meisten Mitmenschen eher hoch theoretisch und damit zwangsläufig langweilig an und auch unsere Schüler in der Q2 stöhnen bei diesem Thema eher auf. Und dann geht der Physiklehrer auch noch freiwillig für eine Woche auf Fortbildung in die Schweiz um noch mehr Teilchenphysik zu unterrichten. Was für eine schlimme Vorstellung.

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Doch Teilchenphysik kann richtig spannend sein und sogar – zugegebenermaßen nicht ganz real – Einzug ins große Kino halten. Wurde doch in Cern ein wichtiger Teil des über 150 Millionen Dollar teuren Films "Illuminati" gedreht. Wer den Film gesehen hat, der erinnert sich sicherlich an den Behälter mit Antimaterie, wer nicht, der kann ihn auf dem Foto nebenan in meinen Händen sehen. Jetzt sollte man aber besser eine ruhige Hand haben und ihn nicht fallenlassen..

Alles original übrigens, kein Betrug! Doch was ist Antimaterie, wie entsteht sie und was hat sie mit der Entstehung unserer Welt zu tun. Warum haben Dinge eine Masse und warum ist diese genau so groß? Alles aktuelle Fragen, die über 40 Lehrer in Cern Physikern und Technikern stellen konnten, auch wenn die Antwort mehr als einmal lautet – das wüssten wir auch gerne! Immerhin wurde in Cern mehr als 1 Milliarde Euro Steuergelder für den größten Teilchenbeschleuniger der Welt ausgegeben, um die Frage nach der Entstehung des Weltalls und letztendlich auch seinem Ende zu erforschen.

Auch wenn wir die eigentlichen Maschinen nicht sehen konnten, weil der Teilchenbeschleuniger gerade am Laufen war und die Strahlung im Tunnel viel zu hoch ist, war Cern beeindruckend. Als Physiklehrer war dies eine einmalige Chance einmal hautnah an der Forschung zu sein und überall Zutritt zu haben. Aber auch ganz schön anstrengend. Immerhin startete das Programm morgens um 8 Uhr und endete nach 20 Uhr mit nur einer kurzen Mittagspause. Da kam die Stadt Genf fast schon zu kurz – nur ein schneller Besuch mit einem gemeinsamem Essen a la Asterix und Obelix (für die nichteingeweihten - Käsefondue) war ihr vergönnt. Die Hauptaufgabe kommt erst jetzt – das viele neue Wissen an die Schüler heranzubringen, warum nicht einmal mit dem großen Kino und einem Physiklehrer als Retter der Welt.

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Für alle, die jetzt unruhig schlafen und befürchten dass "Illuminati" auch in Dormagen Wirklichkeit wird, ein kleiner Trost. Das zweite Foto zeigt eine richtige Antimateriefalle. Denn Antimaterie gibt es wirklich! Doch für ein Gramm Antimaterie würde Cern eine Stromrechnung bezahlen müssen, die bei weitem das Volumen des Euro-Rettungsschirms übersteigt und so viel Geld hat nicht mal die katholische Kirche oder der Vatikan.

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Diese Seite wurde zuletzt geändert um 11:05, 22. Nov 2011. Diese Seite wurde bisher 6.062 mal abgerufen.
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