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Lernen am LGD - Schulhund

Nach der erfolgreichen Absolvierung der Probephase ist der Mini Aussie Picasso seit August 2012 ganz offiziell Schulhund des LGD und wird als Klassenbegleithund eingesetzt

Was ist ein „Schulhund“?

Ein Schulhund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der den Unterricht positiv beeinflusst. Er lebt nicht in der Schule, er lebt wie (nahezu) jeder andere Hund bei seinem Besitzer. Er kommt mehrmals pro Woche in die Schule. Dort begleitet er den Lehrer und Hundeführer in dessen Unterricht, d.h. er nimmt nur am Unterricht bestimmter Kurse oder Klassen teil und dies ausschließlich in Begleitung des Schulhundebesitzers.

Warum arbeitet man mit Schulhunden?

Schulhunde gibt es seit einigen Jahren in Deutschland an immer mehr Schulen. Wissenschaftliche
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Untersuchungen zeigen, dass schon die regelmäßige Anwesenheit eines Hundes im Klassenverband Veränderungen bewirkt. Pädagogen und Psychologen haben in solchen Projekten herausgefunden, dass ein Hund viele positive Auswirkungen auf Klassen und Kurse hat, z.B.:
  • Außenseiter werden aus ihrer Isolation geholt; höherer Integrationsgrad in der Klasse
  • Hunde können einen Teil der emotionalen Seite abdecken, die in der Schule bisweilen zu kurz kommt
  • Hunde fördern das Sozialverhalten (Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme, Akzeptanz von Grenzen, Zurückstellen eigener Bedürfnisse)
  • Die Kommunikation, positive Sozialkontakte sowie der höfliche, rücksichtsvolle Umgang miteinander werden weiter gefördert
  • Hunde bauen Vertrauen auf und vermitteln Sicherheit; Nervosität, Stress und Ängste werden abgebaut
  • Ein Hund trägt zu Aufmerksamkeitssteigerung, Motivation und höherer Zufriedenheit bei
  • Ein Hund im Klassenzimmer regt das Verantwortungsgefühl an
  • Auffälligkeiten (Lärmpegel, Gewaltbereitschaft, etc.) reduzieren sich usw. …

Daneben geht es aber auch darum, häufig unbegründete Ängste vor Hunden abzubauen, die Kommunikation zwischen Hund und Mensch zu verstehen, den Umgang mit Hunden zu erlernen.

Hunde besser verstehen lernen

Viele Familien haben Hunde zuhause. Gerade Kinder wissen oft sehr wenig über die Sprache und das Wesen ihres Tieres. Originalbegegnungen im (Biologie-)Unterricht ermöglichen Kindern angemessenes Verhalten zu lernen bzw. ihr Wissen zu erweitern.

Wie läuft eine Stunde mit einem Schulhund ab?

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Wenn der Hund in der Klasse anwesend ist, findet in der Regel völlig „normaler“ Unterricht statt. Die Lehreraufmerksamkeit liegt ganz bei den Schülerinnen und Schülern sowie der Vermittlung der Unterrichtsinhalte. Ziel des Einsatzes ist eine Verbesserung des Wohlbefindens (Beruhigung), von Motivation, Sozialverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten. Daneben geht es aber auch darum, Wissen über Sprache und Wesen von Hunden und den Umgang mit ihnen zu erweitern. Der Hund selbst spiegelt die Stimmung in der Klasse und muss sich am Arbeitsort auch entspannen können.

In der ersten Zeit kann der Hund frei in der Klasse agieren und Kontakt zu Schülerinnen und Schülern aufnehmen. Jeder Kind-Hund-Kontakt ist freiwillig.

Dabei müssen Regeln eingehalten werden, z.B.: Der Hund bestimmt seinen Aufenthaltsort, er darf nicht angelockt werden. Erlaubt ist das Ausstrecken der Hand und Streicheln, wenn er von sich aus zu jemandem kommt – er sucht sich immer „seine Kandidaten“ aus. Es hat immer nur eine Schülerin oder ein Schüler auf einmal Kontakt mit dem Tier. Während seiner Anwesenheit muss es leiser sein als sonst, insbesondere bei Frei- und Gruppenarbeiten. Im Klassenraum muss Ordnung herrschen, nichts, was der Hund futtern oder versehentlich verschlucken könnte, darf auf dem Boden herumliegen; grundsätzliche Hygieneregeln (z.B. Händewaschen) sind einzuhalten.

Und wie fühlt sich der Schulhund?

Zunächst einmal können nur Hunde mit einem bestimmten Wesen überhaupt Schulhunde werden. Sie müssen generell Kinder mögen und sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Schulhunde gibt es nur im Team mit ihrem Besitzer. Da diese selbst ausgebildet werden, kennen sie die typischen Stresssymptome ihres Hundes und werden ihn, wenn es zu viel wird, z.B. in einen anderen Raum bringen. Picasso kommt morgens freudig zur Schule. Er nimmt gerne am Unterricht teil, wenn die Atmosphäre entspannt ist. Empfindlich reagiert er auf Lärm. Die Hunde benötigen regelmäßige Pausen in Form von Ruhe oder einem Spaziergangs, da das Schulhundeleben wegen der vielen Sinneseindrücke anstrengend sein kann. Obwohl er Kinder liebt, möchte er beim Durchqueren der Schule nicht von allen gestreichelt werden.

Schulhund Picasso

Picasso ist ein 10-jähriger Mini Australian Shepherd Rüde, sehr kinderlieb, lernwillig, sensibel und freundlich. Er ist so trainiert, dass ich jederzeit Einfluss auf sein Verhalten nehmen kann und reagiert auch auf nonverbale Signale.

Er hat selbstverständlich eine Versicherung für den Einsatz als Schulhund, wird im Hinblick auf seine „Berufstätigkeit“ regelmäßig tierärztlich untersucht und geimpft, unterliegt einem speziellen Hygieneplan und ist nach bestem Wissen frei von Parasiten und ansteckenden Krankheiten.

Es ist mir wichtig anzumerken, dass Picassos Ausbildung und Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern ausschließlich auf Motivation und Freude beruhen kann.

Haben Sie/habt ihr noch Fragen? Ich beantworte sie gerne.

Claudia Löffler

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Diese Seite wurde zuletzt geändert um 14:01, 5. Nov 2018. Diese Seite wurde bisher 5.171 mal abgerufen.
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